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Kopf- und Fingerübungen.

Kopf- und Fingerübungen. (Arbeitstitel zur Konzeption eines Wahlmoduls)

Ein Haus ist mehr als vier Wände mit Dach und Architektur ist mehr als Bauen. Im Rahmen der Übungen sollen ausgehend von einer Fragestellung, provokanten These oder Schlagworten Antworten gefunden und Diskurse in Gang gesetzt werden. Die Ergebnisse stellen sich in skizzenhaften Entwurfslösungen in Form von Modellen oder Zeichnungen bzw. auch schriftlichen Ausarbeitungen dar. Entscheidend ist die hier fachübergreifende Methodik. Welche Zusammen- hänge bestehen zwischen Kunst und Konstruktion, Philosophie und Gestaltung oder Ökonomie und Gesellschaftskritik? Woraus nährt sich Architektur? Welche Verantwortung trägt ein Architekt? Ist das Kunst? Die Bearbeitung erfolgt in sehr begrenztem zeitlichen Rahmen und soll sich zwischen zwei Stunden und einem Tag bewegen. Je nach Komplexität des Themas erfolgt eine entsprechend umfangreiche Einführung und Erläuterung, begleitet von Literaturhinweisen.

Themenkonzept:

  1. A Priori. Frühstück mit Wittgenstein. Die Poetik eines Mauervorsprungs.
  2. Konsum. Einkaufen mit Walter Benjamin. Flanieren durch die Mall.
  3. Krawall. Im Vogelnest. Günter Behnisch und der deutsche Bundestag.
  4. Muh. Im Kuhstall mit Hugo Häring.Haltung zum Tier.
  5. Brot und Spiele. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel? Olympia, Mammutbudget, grüne Wiese und die Folgen.
  6. Unsinn. Otl Aicher kocht mit Wasser. Design contra Nutzwert.
  7. Def 0. Alles nur virtuell? Architektur im Hackerspace.
  8. Negativ. Die Miessche Ecke. Bauökonomie en détail.
  9. Kulissenschiebung. Ein Senkblei als Winkelmaß der Geschichte. Der Frankfurter Römerberg.
  10. Terror. Architektur ist Geiselnahme. Bauen für Regime.
  11. Attitüde. Stolz und Vorurteil. Das Bild des Architekten in der Gesellschaft.
  12. Tanzen Sie. Spielraum Baukunst. Im Theater mit Werner Ruhnau.